Gefahrstoffbelastung in Raumschiessanlagen

In vielen polizeilichen Raumschiessanlagen wird noch mit konventioneller Vollmantelrundkopf-Munition geschossen. Die Geschosse enthalten einen abgedichteten Bleikern welcher beim Aufprall im Kettengeschossfang teilweise zerstäubt - dies lässt eine hohe staubförmige Bleibelastung erwarten.

Geschossfangkammer und Schiessbahn sind durch einen Kunststoffvorhang räumlich getrennt - dies dient sowohl dem Rückprallschutz wie auch der Trennung der Raumlüftung. Die Geschossfangkammer wird durch eine separate Abluftanlage belüftet, die einen ca. 80-fachen Luftwechsel sicherstellt.

Während bei den Schützen die Grenzwerte der zulässigen Belastung eingehalten werden, wird der Grenzwert für Blei in der Geschossfangkammer um das bis zu 100-fache überschritten. Zur Vermeidung von Gesundheitsschäden ist ein Hautkontakt zu vermeiden - zur Reinigung ist geeignete Schutzausrüstung (Einweg-Overall, Staubmaske, Handschuhe) zu tragen. Es ist zwingend erforderlich ein Ausbreiten der schädlichen Stäube durch geeignet Massnahmen zu unterbinden.

Eine umweltfreundliche Alternative bietet die MEN mit der neuartigen Polizei-Trainings-Patrone (PTP 2.0) - diese Munition ist zu 100% frei von Schwermetallen und entspricht den Anforderungen der aktuellen Technischen Richtlinie der Polizei.